Die Volksschule hat – wie alle österreichischen Schulen – (…) die Aufgabe, an der Entwicklung der Anlagen der Jugend nach sittlichen, reli-giösen und sozialen Werten sowie nach den Werten des Wahren, Guten und Schönen durch einen ihrer Entwicklungsstufe und ihrem Bildungsweg entsprechenden Unterricht mitzuwirken. Sie hat die Jugend mit dem für das Leben und den künftigen Beruf erforderlichen Wissen und Können auszustatten und zum selbsttätigen Bildungserwerb zu erziehen.“ (Lehrplan der VS, 2012, S. 9)

Kinder unterscheiden sich bei Schuleintritt in ihrer individuellen Entwicklung um bis zu drei Jahre (Largo, Lernen geht anders, S. 83 – 86). Entsprechend dieser Erkenntnis gestalten wir unseren Unterricht in Anlehnung an Falko Peschel offen und geben dem einzelnen Kind viel Raum für eigene Erfahrungen und Zugänge. Gleichzeitig stärken wir die Gruppe indem Enscheidungen über den Unterricht und das tägliche Miteinander demokratisch von der Klasse abgestimmt und getragen werden. Schulisches Lernen wird dadurch von einem Müssen zu einem Wollen. Der individuelle Lernzuwachs wird, gekoppelt an das eigene Wirksamwerden, spür- und erlebbar. Dabei versuchen wir den Unterricht maximal zu öffnen und leben so über die organisatorische Öffnung hinaus auch die inhaltliche, die methodische und die soziale Öffnung (vgl. Peschel 2012, Offener Unterricht I, S. 86 – 90).

In der Arbeit als Schulleiter hilft mir mein Wissen über die Unterschiedlichkeit der Kinder und in der Arbeit mit Kindern bei der Führung meines Teams. Modernes Leadership zeichnet sich durch eine neue Haltung in der Führung aus. Dabei geht mir um Kommunikation auf Augenhöhe, transparente und klare Kommunikation, das Aufzeigen von Möglichkeiten und die Öffnung von Raum durch „schöpferisches Zuhören“ (Scharmer 2019, in Schley/Schratz, 2021, S. 46 – 51), um der Weiterentwicklung von Ideen und Visionen Platz zu geben.